Zunächst ist Forex, oder Devisenhandel, ein No-Dealing-Desk Markt, bei dem alle Transaktionen „Over-the-Counter“ (OTC) abgewickelt werden, und er besteht aus einer riesigen Anzahl von Teilnehmern. Die wichtigsten Forex-Marktteilnehmer sind die größten globalen Banken. Auf diese Weise wird der Preis für jedes einzelne Instrument frei bestimmt, im Gegensatz zu den Preisen von Börsenprodukten.


Das bedeutet, dass Forex wie ein Tauschgeschäft funktioniert, wobei jedes Geschäft einen leicht unterschiedlichen Kurs aufweist, auch wenn solche Geschäfte sehr nahe beieinander liegen.


Bei Forex wählt jeder Marktteilnehmer den Preis, zu dem er bereit ist, einen Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen, und jede Bank verfügt über einen Liquiditätspool, der aus Kauf- und Verkaufsanfragen gebildet wird. Nehmen wir an, eine Bank ist bereit, 100.000 Einheiten EUR-USD bei 1,1010 zu kaufen, 500.000 Einheiten bei 1,1015 usw. Diese Liquiditätsinformation wird an die Handelsplattformen übertragen und im besten verfügbaren Preis angezeigt, z. B. 1,1010.

Dennoch können einige andere Liquiditätsanbieter bessere Preise anbieten, wie beispielsweise 1,1011 oder 1,1008. Selbst unter normalen Marktbedingungen kann dieser Unterschied bis zu 10 Pips betragen, während es bei erhöhter Volatilität, wie bei der Veröffentlichung wichtiger Nachrichten oder geringer Liquidität, wie kurz vor Handelsschluss, auch viel mehr sein kann.

Mit so vielen Teilnehmern am Markt, jeder mit eigenen Bedingungen und Preisen, kann man nicht bestimmen, wie groß der Unterschied sein kann, auch nicht in der Theorie.